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aus der Rubrik in vom Freitag, 06. September 2019, 14:19 Uhr

Klima-Wochenrückblick

Hallo liebe*r Leser*in,

was wurde beim Windräder-Krisen-Gipfel besprochen? Worüber streiten SPD und CDU noch bei der CO2 Steuer? Was war jetzt mit dem Hurrikan Dorian?

Hast du auch öfters das Gefühl bei all den Meldungen zum Klimawandel den Überblick zu verlieren?

Dies ist die erste Version eines bald regelmäßig erscheinenden Wochenrückblicks über das, was in Deutschland und international bezüglich Klimawandel passiert ist und in Medien berichtet wurde, gekürzt in drei Absätze. Falls du Interesse an einem solchen Rückblick hast, dann antworte doch kurz per Mail und ich nehme dich in die Liste auf.

1 Uneinigkeit in der großen Koalition bei ersten Entwürfen des Klimaschutzgesetzes

Der Spiegel berichtet von Richtungsstreit in der Koalition in den ersten Entwürfen des Klimaschutzgesetzes. Die SPD befürwortet einen unabhängig von der Konjunktur langsam ansteigenden Preis auf CO2. Einen CO2-Zertifikatehandel (ETS), wie es ihn in der EU seit 2005 gibt, sieht sie kritisch. Aber einen genau solchen ETS möchte die Union gerne auf nationaler Ebene haben und auf mehr Sektoren ausweiten. Wichtig ist der CSU dabei, dass es eine Preisobergrenze gibt, um Planungssicherheit und Bezahlbarkeit zu sichern. Auch Kanzlerin Merkel befürwortet explizit den Zertifikatehandel (Spiegel). Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung erklärt aber im Spiegel: "Mit einem Höchstpreis, der sich dem EU-Emissionshandel angleicht, kann man die Klimaziele nicht erreichen". Eine Entscheidung wird voraussichtlich am 20. September bei der Tagung des Klimakabinetts fallen.

2 Hurrikan Dorian zieht entlang der US-Ostküste und Klimadebatte erreicht langsam den Wahlkampf

Klimawandel bedeutet mehr und stärkerer Wetterextremereignisse und das sehen wir auch aktuell in Amerika. Der Hurrikan Dorian hatte am Montag eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 295 km/h und sogar Spitzen von 350 km/h. „Seine Intensität beim Auftreffen auf Land sei eine der höchsten bisher für einen atlantischen Hurrikan verzeichneten.“, so zitiert die taz das US-Hurrikanzentrum. Stefan Rahmstorf erklärt im Spiegel, dass die Erhöhung der Meerestemperatur durch den Klimawandel die Stärke von Dorian beeinflusst. Langsam kommt die Klimadebatte auch im amerikanischen Wahlkampf an (Spiegel). Zahlreiche Präsidentschaftsbewerber der Demokraten bekennen sich zum Gesetzespaket für Klimaschutz „Green New Deal“. Ohne eine Mehrheit der Demokraten im Senat wird sich allerdings wenig verändern lassen. Unterdessen zieht Dorian weiter in Richtung South Carolina.

3 Spitzentreffen zum Scheitern des Windkraftausbaus

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich mit der Branche, Ländern und Bürgerinitiativen zu einem Spitzentreffen getroffen, um Probleme und Möglichkeiten des Windkraftausbaus zu besprechen. Konkrete Beschlüsse gab es dabei keine (Tagesschau). Der Ausbau ist seit 2017 stark zurückgegangen. Hauptgrund dafür seien fehlende Flächen und Klagen gegen weitere Windräder. Die taz berechnet, dass um das Ziel von 65 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen bis 2030 zu erreichen, pro Jahr etwa 1500 neue Anlagen gebaut werden müssten. Im ersten Halbjahr 2019 waren es aber nur 35 Neubauten an Land. Das Genehmigen einer Windkraftanlage dauere mittlerweile bis zu drei Jahre, früher ginge es innerhalb von einem Jahr. Dies zieht große Stellenverluste mit sich, zwischen 2016 und 2017 seien etwa 30.000 Stellen verloren gegangen, berichtet die taz.

Ende der Durchsage

Das wars auch schon mit dem Wochenrückblick. Natürlich waren das nicht alle aufgekommenen Themen der letzten Woche, aber vielleicht die Wichtigsten. Ich freue mich über jegliche Form von Rückmeldung via Mail und insbesondere, falls du auch weiterhin meine Mails zur Klimathematik erhalten möchtest. Gerne kannst du auch diese Mail an Freunde und Bekannte weiterleiten.

Bis nächste Woche,

Jakob

E-Mail: twain@posteo.de

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